[DE] Ausbau Angermünde – Polen verspätet sich

Die für Ende 2026 geplante Gesamtinbetriebnahme der Ausbaustrecke Angermünde – Grenze Polen kann nicht gehalten werden. Grund dafür ist der in der Baubranche bestehende akute Mangel an spezialisierten Fachkräften, insbesondere in der Leit- und Sicherungstechnik.

Für die Ausbaustrecke Angermünde – Grenze D/PL (– Szczecin) bedeutet dies eine Verschiebung des Beginns der Bauhauptleistungen unter Totalsperrung im 2. Bauabschnitt zwischen Passow und der Bundesgrenze D/PL auf Sommer 2026 sowie der Gesamtinbetriebnahme der Strecke auf Ende 2027.

Mit Blick auf den polnischen Teil des Bauprojekts ergibt sich durch die Verschiebung eine zeitliche Synchronisierung mit dem Baubeginn in Polen.

Die laufenden Bauarbeiten im 1. Bauabschnitt „Angermünde – Passow“ sind von der Verschiebung nicht betroffen und werden planmäßig fortgeführt.

[DE] Züge auf Riedbahn nach Sanierung pünktlicher

Drei Monate nach der Inbetriebnahme der Riedbahn hat die Deutsche Bahn (DB) eine vorläufige Bilanz vorgestellt. Durch die Generalsanierung haben sich die Pünktlichkeitswerte auf der Strecke zwischen Frankfurt/Main und Mannheim deutlich verbessert. Gleichzeitig ist die Zahl der infrastrukturbedingten Störungen spürbar gesunken. So fuhren der RE 70 und die S-Bahnen im Nahverkehr im Februar 2025 im Schnitt 20 Prozentpunkte pünktlicher als im Vergleichsmonat im Jahr zuvor. Fernverkehrszüge, die verspätet auf die Riedbahn einfahren, konnten ihre Verspätung auf der Strecke um ein Drittel reduzieren. Auch die Anzahl der infrastrukturbedingten Störungen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27 Prozent, während die durchschnittliche Auslastung der Strecke um 5 Prozent gestiegen ist.

[DE] Bauarbeiten auf der Rheintalbahn

Im April 2025 finden auf der Rheintalbahn zwischen Rastatt und Basel verschiedene Bauarbeiten statt. Schwerpunkt ist eine Totalsperrung zwischen Denzlingen und Freiburg vom 18.04.2025 bis zum 28.04.2025. Auf den übrigen Streckenabschnitten kommt es zu verschiedenen eingleisigen Sperrungen sowie teilweise nächtlichen Totalsperrungen.

In diesem Zeitraum sind die Kapazitäten für Gelegenheitsverkehre auf der Rheintalbahn selbst sowie auch auf den Umleitungsstrecken über die Gäubahn massiv eingeschränkt.

[DE/CZ] Erzgebirgstunnel nur für leichte Züge?

Für die Neubaustrecke Dresden – Praha/Prag ist bekanntlich der Bau eines grenzüberschreitenden „Erzgebirgstunnels“ vorgesehen. Nach neuesten Informationen soll dieser ein zweiröhriger „Billig-Tunnel“ werden, kein Basistunnel. Dadurch soll der Abschnitt zwischen Dresden (Heidenau) und Ústí nad Labem/Aussig nur 1,6 Mrd. EUR kosten (der vergleichsweise kurze Citytunnel Leipzig kostete vor 15 Jahren knapp 1 Mrd. EUR).

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Resultat wird eine steile Tunnel-Trassierung sein. Im Güterverkehr wird die Neubaustrecke durch den Tunnel daher wohl nur für die Autozüge in Frage kommen. Die hohe Zahl an Metrans-Container-Zügen wird aus Lastgründen an der Elbe bleiben.

Aktuell geht man bei störungsfreiem Verlauf von einem Baubeginn zwischen 2030 und 2032 und der Inbetriebnahme zwischen 2042 und 2044 aus.

[DE] Knoten Halle komplett modernisiert

Die Deutsche Bahn (DB) hat mit der Inbetriebnahme der beiden Elektronischen Stellwerke (ESTW) Reußen und Halle-Kanena/Leuchtturm die Modernisierung des gesamten Bahnknotens Halle (Saale) abgeschlossen. Insgesamt sechs ESTW hat die DB in den vergangenen elf Jahren in dem wichtigen Verkehrsknoten in Mitteldeutschland in Betrieb genommen. Sie ersetzen 21 alte mechanische Stellwerke. Nach einer mehrtägigen Sperrung, die für Inbetriebnahmen notwendig war, rollt der Nah-, Fern- und Güterverkehr seit 27.03.2025 wieder von und nach Halle.

Die DB hatte zunächst den inneren Knoten modernisiert und dann die Zulaufstrecken – den sogenannten äußeren Knoten – mit neuer Technik ausgestattet. Dabei wurden 70 Kilometer Gleise und 250 Weichen erneuert. Bund, DB, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle haben rund 850 Mio. EUR investiert.

Grafik: DB AG

[DE] Altmann in Wolnzach wieder erreichbar

Der Stammsitz des Automobillogistikers ARS Altmann in Wolnzach im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm ist seit 22.03.2025 wieder auf der Schiene erreichbar. DB InfraGO hat eine bei Unwettern im Juni 2024 beschädigte Brücke wieder instandgesetzt.Auf der Strecke laufen bis zu elf Ganzzüge pro Woche mit dem Traktionär Eisenbahngesellschaft Potsdam (EGP).

Foto: ARS

[AT] StB erweitert Werkstatt in Graz

Die Steiermärkischen Landesbahnen (StB) erweitern die Werkstatt für Lokomotiven und Wagen am Cargo Terminal Graz. Am 26.03.2025 fand der Spatenstich statt – die Fertigstellung ist für den 30.01.2026 geplant. Die Landesbahn will mit der Investition den Standort attraktiver für die Nutzer machen. Die Serviceeinrichtung müsse wachsen, um mit dem gestiegenen Aufkommen am Terminal Schritt zu halten, so das Unternehmen.

Foto: StB/Edi Aldrian

[DE] Ab Mai Güterzüge nach Garrel

Die F.E.G. Friesoyther Eisenbahngesellschaft, deren Infrastruktur bisher neben dem Streckengleis lediglich im Bahnhof Garrel ein nutzbares Nebengleis umfasste, will demnächst den Güterverkehr wiederbeleben. Für die Genossenschaft GS Agri in Garrel erfolgte Ende 2024 bis Anfang 2025 im Zuge der Entscheidung zur Reaktivierung ihres seit langem ungenutzten Gleisanschlusses ein Umbau dessen, zwei Lade- bzw. Entladegleise wurden neugebaut.

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Die F.E.G. ist als Eigentümerin der Strecke auch sichtbar tätig geworden und investierte 1 Mio. EUR, um die Strecke wieder aufzuarbeiten und die alte Achslast wieder herzustellen. In Cloppenburg wurde die Soeste-Brücke für 300.000 EUR saniert, damit ab Mai 2025 wieder Güterzüge zu GS Agri nach Garrel verkehren können.

[IT] Logistikplattform Terni-Narni auf der Zielgeraden

Die Region Umbrien ist Eigentümerin der Logistikplattform in den Gemeinden Terni und Narni. Seit dessen Bau ist ein Jahrzehnt vergangen, viele weitere seit ihrer Konzeption. Aktuell wird an der Verbindung zur Bahnstrecke Orte – Falconara gearbeitet, die nur wenige Meter entfernt vorbeiführt.

Das aktuelle Projekt betrifft nur noch die Fertigstellung des Eisenbahnanschlusses zur Integration in das nationale Netz. Darüber hinaus sind Eingriffe zur Implementierung der Leit- und Sicherheitstechnik notwendig. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für Mitte 2026 geplant.

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Das Projekt steht im Zusammenhang mit dem Bau dreier umbrischer Logistikplattformen mit den Verkehrsträgern Schiene und Straße in Terni-Narni, Foligno und Città di Castello-San Giustino. Sie sind eines der Instrumente zur Unterstützung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Entwicklungspotenzials der regionalen territorialen Produktionssysteme und damit auch des regionalen Wirtschaftssystems als Ganzes.

Insbesondere wird die Logistikplattform Terni-Narni an die Strecke Orte – Falconara angebunden, jene von Foligno ebenfalls an die Strecke Orte – Falconara, die den Anschluss an das römische Becken im Süden und den Hafen von Ancona im Norden ermöglicht, sowie an die Strecke Foligno – Terontola, die zwar nur mit begrenzter Leistung ausgestattet ist, aber Verbindungen mit der Toskana und Florenz ermöglicht, und schließlich diejenige von Città di Castello-San Giustino, welche an der Strecke Perugia Ponte San Giovanni – Sansepolcro geplant ist.

Die geschätzten Kosten haben sich seit 2001 mehrmals geändert, von anfangs 14,719 Mio. EUR auf 97,040 Mio. EUR im Jahr 2010, seit 2019 sind 73,633 Mio. EUR die Prognose, welche am 31.08.2024 mit zur Verfügung stehenden Ressourcen in gleicher Höhe aktualisiert wurde.

[DE] LogIn-Park Elsdorf: Konzept für Gleisanschluss

Auf einer Auftaktveranstaltung am 20.03.2025 informierten die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (evb) gemeinsam mit der Samtgemeinde Zeven und weiteren Partnern über das Potenzial einer schienengebundenen „Pole Position an der A1“. Denn nach Einschätzung der Einladenden kann der LogIn-Park Elsdorf“ nahe Zeven mit geringem Aufwand an die Schiene angeschlossen werden – die evb-Strecke Rotenburg – Bremervörde) verläuft in direkter Nähe.

Die Kosten für die Einrichtung des Gleisanschlusses schätzt die evb einschließlich
Oberbauarbeiten, Material, Leit- und Sicherungstechnik und weiterer Posten auf ca. 2,1 bis 2,3 Mio. EUR – je nach bevorzugter Variante: Anschlussgleis an der Südgrenze des Gewerbegebiets oder Anschlussgleis an der Autobahn.