Die V 90 der Emsländischen Eisenbahn (EEB) hat einen neuen Besitzer: Am 09.02.2025 hat die Flex Bahndienstleistungen die ex DB Cargo 295 003 abgeholt – die Lok wird nun am Standort Bremerhaven eingesetzt.
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Die V 90 der Emsländischen Eisenbahn (EEB) hat einen neuen Besitzer: Am 09.02.2025 hat die Flex Bahndienstleistungen die ex DB Cargo 295 003 abgeholt – die Lok wird nun am Standort Bremerhaven eingesetzt.
Der Landkreis Emsland will seine Restmülltransporte von der Bahn auf Lkw umstellen. Die Menschen im Emsland produzieren derzeit pro Jahr 43.000 t Hausmüll, der auf der Schiene nach Salzbergen transportiert und in der dortigen Verbrennungsanlage verbrannt wird. Der Kreistag hat nun beschlossen, dass ab 2025 der Restmüll „aus ökologischen Gründen“ wieder mit Lastwagen durch das Emsland gefahren wird. Der Müllzug der Emsländischen Eisenbahn (EEB), einer Tochtergesellschaft des Landkreises Emsland, wird daher 2025 eingestellt.
Als Gründe werden die zurückgegangenen Müllmengen (von 70.000 auf 43.000 t), die mangelnde Verfügbarkeit von Trassen auf der Emslandstecke sowie die Nutzung von Dieselloks angegeben. Da die Loks der EEB größtenteils mit HVO betankt werden, ist die höhere Umweltbelastung der Dieselloks im Vergleich zum Lkw jedoch sehr fraglich. Der Zug hat außerdem feste Verkehrstage und -zeiten: Mo, Mi und Fr zwischen 15.00 und 18.00 Uhr von Dörpen nach Salzbergen, gegen 21.00 Uhr zurück.
In Dörpen, Meppen und auch Salzbergen muss zwar zum/vom Zug umgeladen werden, aber die Fahrleistung der Lkw wird künftig von ca. 200 km auf 1.700 km steigen. Volkswirtschaftliche Aspekte wie Senkung der Verkehrsmengen, Verkehrslärm, Feinstaubemissionen blieben offenbar ausgeblendet. Nachteilig für den Lkw ist auch die ferne Wasserstofftankstelle in Haren (Ems).
Kurz nach Fertigstellung des neuen Verladebahnhofs fuhr am 14.02.2022 der erste Zug nach Sögel. Die von BoxTango gemietete Stadler Euro Dual 159 206 brachte 40 Wagen aus Schwerte (Ruhr) zur Entladung für das Spanplattenwerk der Sonae Arauco in Meppen dorthin. Der Ganzzug mit Holz (früher wurde übrigens Holz aus dem Hümmling abgefahren, heute geht es in die Gegenrichtung) wurde zuvor in Meppen geteilt wegen zu geringer Gleislänge in Lathen. Für nächste Woche ist ein weiterer Zug geplant, das Holz kommt dann aus Hessen.
Die Strecke Lathen – Werlte wurde 2015 – 2017 für 10 Mio. EUR saniert. Für rund 2,6 Mio. EUR hat jetzt die Emsländische Eisenbahn (EEB) östlich des bestehenden Bahnhofs Sögel parallel zum Streckengleis ein neues, beidseitig angebundenes Ladegleis samt Ladestraße errichtet. Es befindet sich zwischen Bahn-km 15,195 und 15,755 und hat eine Länge von ca. 560 m. Der Bau des neuen Verladebahnhofs in Werlte steht auch kurz vor dem Abschluss.
Nach dem Zuwendungsbescheid für das Umfahrungsgleis in Sögel ist nun auch der Zuwendungsbescheid für die Stadt Werlte eingetroffen. Damit kann das Gesamtkonzept für die Bahnstrecke über den Hümmling nun vollständig umgesetzt werden. Mit dem Zuwendungsbescheid der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Niedersachsen in Höhe von rund 2,3 Mio. EUR sollen das Verladegleis und die Verladestraße in der Stadt Werlte entstehen. Das Umfahrungsgleis mit gut 500 m Länge und einer parallel geführten Ladestraße wird westlich vom Bahnhof in Werlte entstehen. Mit den Planungsarbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die voraussichtliche Fertigstellung ist in 2021 vorgesehen.
Das Gesamtvolumen dieser Maßnahme beläuft sich auf rund 3,1 Mio. EUR. Der Eigenanteil in Höhe von knapp 0,8 Mio. EUR (25 %) wird jeweils durch den Landkreis Emsland und die Stadt Werlte zu gleichen Teilen bereitgestellt. Bauträger ist die Emsländische Eisenbahn (EEB), die die Infrastruktur betreibt.
Bereits im Juli war der Zuwendungsbescheid der LNVG für die Verladeanlage in Sögel eingetroffen. Die ersten Planungen sind bereits abgeschlossen. Bauleistungen werden zurzeit ausgeschrieben.
Im Dezember 2013 hatte der emsländische Kreistag beschlossen, die gesamte Strecke von Lathen nach Werlte zu ertüchtigen. Im Oktober 2015 war das rund 16 km lange Teilstück von Lathen nach Sögel nach seiner Komplettsanierung freigegeben worden. Rund 4,9 Mio. Euro hatte die Maßnahme gekostet, die von Bund und Land gefördert worden war. Etwa 4,57 Mio. Euro investierten Bund, Land und EEB in die Teilstrecke Sögel – Werlte. Seit Oktober 2017 ist der komplette Streckenabschnitt Lathen – Sögel – Werlte freigegeben.
Die EEB betreibt als hundertprozentige Tochter des Landkreises Emsland ein rund 110 km langes Streckennetz in den Landkreisen Emsland, Cloppenburg und Ammerland.
Das Fahrzeugwerk Bernard Krone hat gemeinsam mit der e.g.o.o. Eisenbahngesellschaft Ostfriesland-Oldenburg den Transport von Lkw-Sattelaufliegern auf der Bahn getestet. Die Bahngesellschaft mit Sitz in Aurich auch die komplette Logistikkette inklusive aller notwendigen Zollformalitäten für den Kunden abgewickelt. Auf der ersten bzw. letzten Meile unterstützte dabei die Emsländische Eisenbahn (EEB), die Langstreckentraktion übernahm Rail Cargo Carrier.
Am 05.04.2019 erreichte der Testzug Werlte unter Nutzung der 2014-2017 sanierten Bahnstrecke über den Hümmeling. Die Entladung der in Dreierbündeln verladenen Auflieger-Fahrgestelle erfolgte auf der temporär gesperrten Kasernenstraße nahe des Werkes an einem Bahnübergang mit einem aus Dörpen entliehenen Reach Stacker.
Die Ladung stammt aus dem türkischen Krone-Werk in Tire und wurde in Triest auf die Bahn gebracht. Die Besonderheit an dem Transport war, dass die Trailerchassis mit Hilfe des ISU-Systems (Innovativer Sattelanhänger Umschlag) transportoptimiert verladen wurden, da die Ware an sich keine Bahnzulassung hat. Im Gegenzug transportierte der 32 Waggons lange Zug fertige Trailer nach Wels.