Uroš Gligorijević leitet seit Juni 2021 als Chief of Operations Department Unit den Betrieb der serbischen Güterbahn Kombinovani prevoz (KP). Der Manager ist seit Juli 2018 im Unternehmen und war bislang als Disponent tätig.
Modernisierung Subotica – Horgoš
Der Vertrag über die Rekonstruktion und Modernisierung der Eisenbahnstrecke Subotica – Horgoš – Grenze Ungarn wurde am 12.06.2021 in Belgrad unterzeichnet. Dieser sieht den Umbau der 26,63 km langen Bahnstrecke für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h sowie den Umbau der Bahnhofsgebäude in Palić, Bački Vinogradi und Horgoš, der Haltestellen Javno Skladište und Hajdukovo, aber auch den Umbau von 13 Bahnübergängen und zwei Unterführungen in Palić und Horgos vor. Durch das Verfahren der im April 2021 veröffentlichten Öffentlichen Ausschreibung für die Auswahl eines strategischen Partners wurde die russische „RŽD Internešnl“ ausgewählt, die in einem Konsortium mit der einheimischen „Karin Komerc“ geboten hatte. Der Wert des einzigen eingegangenen Angebots liegt bei etwas mehr als 10,2 Mrd. Dinar (86,7 Mio. EUR).
Auf der nicht elektrifizierten Strecke war 2015 der Verkehr aufgrund der damaligen Situation mit Migranten eingestellt worden.
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Mehr Kupfertransporte über den Hafen Bar
Der Umschlag von Kupferkonzentrat im montenegrinischen Hafen Bar soll in den kommenden Jahren stark ansteigen. Für 2021 wird von 350.000 bis 400.000 t ausgegangen, für die beiden kommenden Jahre wurden jüngst 700.000 t vereinbart. Ein entsprechendes Treffen des Hafenbetreibers Luka Bar sowie der Bahnunternehmen Montecargo und Srbija Kargo sowie der Trans Cargo Logistic (TCL) der Familie Vukićević und des Kunden Serbia Zijin Bor Copper (ex RTB Bor) fand am 09.06.2021 in Bar statt.
Mars Logistics startet Halkalı – Kolín
Das türkische Unternehmen Mars Logistics will im Juni 2021 einen Intermodalzug Halkalı [TK] – Kolín (T-Port) [CZ] mit drei wöchentlichen Rundläufen starten. Die Transitzeit beträgt vier Tage – gefahren werden soll via Bulgarien-Serbien-Ungarn-Slowakei.
Mars Logistics betreibt außerdem Shuttlezüge Halkalı – Duisburg (4 x pro Woche), Triest – Bettembourg und Istanbul – Kaldenkirchen.
Weltbank unterstützt Serbiens Eisenbahnen
Die Weltbank hat am 17.03.2021 62,5 Mio. USD für die Verbesserung der Eisenbahninfrastruktur in Serbien bewilligt. Diese Kreditunterstützung ist die erste Phase des Modernisierungsprojekts für den Eisenbahnsektor in Serbien im Wert von insgesamt 400 Mio. USD (335 Mio. EUR), das die Renovierung und Modernisierung von 3.735 Kilometern Eisenbahnstrecken vorsieht. Die Weltbank und die Französische Entwicklungsagentur AFD finanzieren gemeinsam je 50 % der ersten Phase des Projekts, so dass sich die Gesamtinvestition dieses Teils des Projekts auf 125 Mio. USD (105 Mio. EUR) beläuft.
Diese Mittel sind unter anderem für die Modernisierung der Belgrader Eisenbahntunnels zwischen Rakovica und Pančevački most, für die zweite Bauphase des zentralen Belgrader Bahnhofs Beograd Centar in Prokop, für die Modernisierung der Strecke Pančevački most – Pančevo Glavna – Vršac – Grenze RS/RO, den Wiederaufbau der Umfahrungsstrecke des Bahnhofs Bogojevo sowie für Bahnübergänge vorgesehen.
Das erneuerte und modernisierte Eisenbahnnetz soll ein wesentlicher Bestandteil der Umgestaltung des multimodalen Verkehrs in Serbien sein. Das Programm entspricht dem serbischen EU-Beitrittsplan, einschließlich der Verpflichtung des Landes zur Einhaltung des Europäischen Grünabkommens und der Klimaneutralitätsstandards, die eine Reduzierung der Verkehrsemissionen um 90 % vorsehen. Mit den Investitionen soll sich die Netzauslastung um 5 % erhöhen, die Zahl der Todesopfer im Netz um 23 % reduzieren und eine Erhöhung des nationalen Marktanteils des Schienengüterverkehrs um 10 % in den nächsten 10 Jahren eintreten.
Serbien plant, in den nächsten zehn Jahren 3,3 Mrd. EUR zu investieren, um das Netz zu elektrifizieren, ERTMS zu implementieren, Engpässe im Niedriggeschwindigkeitsbereich zu beseitigen, die Frachtkapazitäten im Kernnetz zu erhöhen und die Verwaltung der Bahnanlagen zu verbessern.
Maric zu A.B. Prevoz
Nenad Maric, seit August 2018 Logistikingenieur bei der nun insolventen NCL Neo Cargo Logistic, ist seit März 2021 als Linienmanager zum Mitbewerber A.B. Prevoz gewechselt.
Pančić macht sich selbständig
Bojan Pančić, seit Januar 2016 Direktor des Bahnbereiches der serbischen Gesellschaft Standard Logistic, hat das Unternehmen verlassen. Mit der in Belgrad ansässigen, neu gegründeten BPrail Solutions will sich der Manager ein eigenes Unternehmen aufbauen.
Neue Diesellok für serbische Güterbahn
Die serbische Privatbahn Despotija hat eine rumänische Diesellok erworben. Der ursprünglich als 060-DA-001 an den Düngemittelhersteller Azumures gelieferte Electroputere-Bau war zuletzt bei Via Terra Spedition (VTS) im Einsatz. Am 19.02.2021 absolvierte die Maschine nach Hauptuntersuchung bei Remarul 16 Februarie in Cluj-Napoca erste Probefahrten.
Die 2014 gegründete Despotija d.o.o. ist laut Infrastruktura ŽS das vierte serbische Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) im öffentlichen Schienennetz nach den staatlichen Betreibern Srbija Voz und Srbija Cargo sowie dem privaten Güterbahnunternehmen Kombinovani prevoz (KP). Despotija transportiert Schotter, Splitt und Kies für den Straßenbau und die Betonherstellung aus dem Steinbruch des Schwesterunternehmens Kovilovača im zentralserbischen Despotovac.
Serbische Privatbahn NCL: Konkurs
Die Ende 2017 gegründete Firma NCL Neo Cargo Logistic (NCL) ist vor ein paar Tagen in Konkurs gegangen. NCL zählt zu den vier privaten EVU, welche in Serbien aktiv Gütertransporte durchführen.
Mehrheitseigner des Unternehmens war anfangs die bulgarische Staatsbürgerin und NCL-Direktorin Slaveya Ilcheva Angelova aus Sofia. Es wird gemunkelt, dass Rail Cargo Austria (RCA) die NCL wahrscheinlich rekapitalisieren bzw. kaufen wird. Alle gemieteten Lokomotiven wurden bereits an ihre Besitzer (u. a. Srbija Voz und HŽPP) zurückgegeben.
NCL hatte einige Unfälle zu verzeichnen, bei denen mit Gefahrgut beladene Güterwagen von den Schienen sprangen. Es war aber schwierig festzustellen, ob dies nur auf die Verschlechterung der Infrastruktur oder auch auf ein verantwortungsloses Management und Handeln des Transportunternehmens selbst zurückzuführen war. Die 2018/19 dreimal innerhalb von zwei Monaten erfolgte Entgleisung von Ammoniak-Kesselwagen im Dorf Jasenovik auf der Strecke Niš – Zaječar schlug hohe Wellen. Die letzten abschnittsweisen Reparaturen dort wurden vor fast sechs Jahrzehnten durchgeführt. Das staatliche EIU Infrastruktura železnice Srbije (IŽS) begann daraufhin mit der Renovierung der Strecke, welche im Herbst 2020 abgeschlossen sein sollte, aber immer noch andauert.
Lokhilfe aus Slowenien für Serbien
Die slowenische Staatsbahn Slovenske železnice (SŽ) unterstützt die serbische Srbija Kargo mit Mietlokomotiven. Bereits eingetroffen sind zwei Diesellok der Baureihe 664 (111, 112). Dem Vernehmen nach sollen vier weitere 664 (Spitzname: Reagan) und zwei 644 folgen.