[DE] Hamburg – Hannover nach Baumfällung gesperrt

Auf der Strecke Hannover – Hamburg kommt es seit dem späten Nachmittag des 18.03.2025 zu Behinderungen. Bei illegalen Fällarbeiten von Privatpersonen auf DB-Gelände bei Garßen im Landkreis Celle kippte in Baum gegen 17 Uhr in die Oberleitung. Zunächst sollte die Strecke in der folgenden Nacht freigegeben werden, nach Verzögerungen bei der den Instandsetzungsarbeiten wurde die Freigabe zunächst auf die Nacht zum Donnerstag und später erneut „auf unbestimmte Zeit“ verschoben. Es kam zu SEV im Nahverkehr, Fern- und Güterverkehr wurden umgeleitet.

Seit 20.03. 04:45 Uhr ist ein Gleis von Eschede nach Celle wieder freigegeben, zweigleisig kann seit 21 Uhr wieder gefahren werden.

[PT] Sturm Martinho führt zu Ausfällen

In Portugal herrscht wegen Regen und Sturmböen Alarmbereitschaft. Am 19.03.2025 führte der als „Tiefdruckgebiet Martinho“ bekannte Sturm mit starkem Regen und Winden von mehr als 120 Stundenkilometern zu mehr als 400 Zwischenfällen im Land und mindestens einem Schwerverletzten.

Die ungünstigen Witterungsbedingungen haben zu verschiedenen Verkehrsbeschränkungen auf dem Eisenbahnnetz geführt.

[DE] PRESS muss eigene Lok selbst bergen

In der Nacht zum 18.03.2025 entgleiste eine Diesellok der der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn (PRESS) gegen 00:45 Uhr an einer Weiche im Bereich einer Baustelle bei Seebergen (Kreis Gotha).

Die zweigleisige Bahnstrecke war zunächst in beiden Richtungen gesperrt worden. Busse ersetzten Nahverkehrszüge, Züge des Fernverkehrs wurden umgeleitet. Da DB InfraGO dem Vernehmen nach kein Triebfahrzeug für den in Erfurt stationierten Einheitshilfsgerätewagen (EHG) organisieren konnte rückte schlussendlich der PRESS-eigene EHG aus Espenhain an, was jedoch eine weitere Verzögerung bei der Aufgleisung der Lok bedeutete.

Am Dienstag gegen 14:40 Uhr wurde die Strecke nach Angaben der Deutschen Bahn wieder freigegeben.

[DE] Norderelbbrücke: Weitere Sperrpausen

Zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der Norderelbbrücke in Hamburg und Rücknahme der Restriktionen (Streckenklasseneinschränkung und Begegnungsverboten im Güterverkehr) sind auf den Strecken 1280 und 2200 weitere Instandhaltungsarbeiten notwendig.

Auf der Strecke 1280 kommt es durch diese Arbeiten am 04., 05., 07. bis 11., sowie 14. bis 16.04.2025 jeweils im Zeitraum 08:00 bis 16:00 Uhr zu Totalsperrungen zwischen Abzweig Veddel und Hamburg Hbf/Hamburg-Rothenburgsort auf den Schienengüterzug-Gleisen.

Während der Totalsperrungen auf der Strecke 1280 kann kein Schienengüterverkehr von und nach Dänemark, Lübeck, Itzehoe oder Meimersdorf stattfinden.

Auf der Strecke 2200 kommt es in den Nächten 17./18., 18./19., 19./20., 20./21., 22./23., 23./24., 25./26., 26./27., 28./29.05.2025 jeweils im Zeitraum 22:00 bis 6:00 Uhr ebenfalls zu Totalsperrungen zwischen Abzw. Veddel und Hamburg Hbf. Während der nächtlichen Totalsperrungen auf der Strecke 2200 wird es zu eingeschränkten Kapazitäten auf der parallelen Strecke 1280 kommen.

Durch die genannten Sperrzustände kommt es im Schienenpersonennahverkehr zu Teilausfällen und im Schienengüterverkehr zu Ausfällen, zu veränderten Fahrzeiten auf den Regelwegen der Züge und zu Umleitungen.

[DE] Schleusenunfall: Verschiebung von Baumaßnahmen

Infolge des Schleusenunfalls bei Müden auf der Wasserstraße Mosel sind zahlreiche Verbände und andere Interessengruppen auf die DB InfraGO zugegangen, mit der eindringlichen Bitte um Verschiebung von der Baumaßnahme zur Erneuerung der Eisenbahnüberführung Fährstraße (BOB 50276).

Nach Abwägung aller Interessen wurde von Seiten der DB InfraGO AG entschieden, die Baumaßnahme verändert durchzuführen.

Die neuen Sperrzeiten sind mit Stand 23.01.2025 wie folgt:

  • ab 26.01.2025 – 22:30 Uhr: Eingleisigkeit Hatzenport – Kobern-Gondorf (eingeschränkte Streckenkapazität, Gegengleis Zs 8, Fahrzeit ca. 10–15 min pro Zug) für Vorabmaßnahmen
  • ab 01.02.2025 – 00:00 Uhr: Totalsperrung Hatzenport – Kobern-Gondorf
  • 10.02.2025 – 03:30 Uhr: Ende der Baumaßnahme (ursprüngliches Ende 03.02.2025 – 04:00 Uhr)

[NO] Nordland- und Dovrebanen gesperrt

Ein Erdrutsch südlich von Eiterstraum hat dazu geführt, dass die Nordlandbanen derzeit zwischen Majavatn und Mosjøen gesperrt ist. Die Sperrung soll mindestens bis zum Ende der Woche andauern. In demselben Gebiet gab es noch 3-4 weitere Stellen mit Rutschungen und kleineren Erdrutschen, die parallel dazu verfolgt und repariert werden.

Die Dovrebanen ist wegen Eis und Wasser ebenfalls geschlossen. Der Zugverkehr ist aufgrund von Überschwemmungen an der Otta-Brücke zum Erliegen gekommen.

Foto: Bane NOR

[NO] Bergensbanen wieder geöffnet

Wie Bane NOR am 11.01.2025 zum 22:50 Uhr mitteilte, ist die Bergensbanen zwischen Hallingskeid und Myrdal wieder für den Verkehr freigegeben, nachdem sich in der Nacht zum 7. Januar ein Erdrutsch auf der Bahnstrecke ereignet hat, etwa 2,5 km westlich von Hallingskeid.

[AT] Neue Weststrecke wieder durchgehend befahrbar

Fast auf den Tag genau drei Monate nach der Hochwasserkatastrophe im September ist die neue Weststrecke der ÖBB seit 15.12.2024 wieder ohne Einschränkungen befahrbar. Es wurden:

  • unzählige Kubikmeter Wasser in drei Waschgängen abgepumpt und Schlamm abtransportiert
  • 16 km Kabel für Stromversorgung (zum Beispiel Handlauf, Sicherungstechnik) ausgetauscht,
  • 60 km Lichtwellenleiter-Fasern neu verlegt,
  • 4 km Handlauf für Notbeleuchtung erneuert,
  • Brandmeldeanlagen, Notrufsäulen und Stromversorgung für Feuerwehr ersetzt,
  • 1,4 km Hochspannungsleitungen (10 KV-Leitung) ausgetauscht,
  • Oberflächenentwässerung gereinigt und erneuert,
  • Reparatur und Austausch diverser Komponenten an Weichen
  • Schienen geschliffen,
  • Zugsicherungssysteme ETCS und PZB wiederhergestellt,
  • GSM-R-Funk wiederhergestellt,
  • Blaulichtfunk wiederhergestellt
  • Handy-Netz wiederhergestellt

Die Kosten für die Infrastrukturreparaturen werden sich im prognostizierten Rahmen von rund 100 Millionen Euro bewegen. Eine genaue Abrechnung wird es aber erst nach Abschluss aller Arbeiten im Sommer 2025 geben.

Um provisorische Lösungen zu ersetzen wird die neue Weststrecke erneut vom 12.05.2025 bis und 05.06.2025 gesperrt.

[DE] Riedbahn wieder in Betrieb

Die Deutsche Bahn (DB) hat die erste Generalsanierung im hochbelasteten Schienennetz abgeschlossen: Seit dem 14.12.2024 23 Uhr, fahren wieder Züge über die Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim. DB-Vorstandschef Richard Lutz und Bundesverkehrsminister Volker Wissing sowie Vertreter der Länder Baden-Württemberg und Hessen geben die Strecke bei einer Abschlussveranstaltung in Gernsheim am Mittag symbolisch wieder frei.

Grafik: DB AG

Seit dem Start der Riedbahn-Sanierung haben bis zu 800 Mitarbeiter der DB sowie der beteiligten Bauunternehmen insgesamt 111 Kilometer Gleise, 152 Weichen, 619 Signale, fast 16 Kilometer Schallschutzwände, 130 Kilometer Fahrdraht, 383 Oberleitungsmasten und acht Bahnsteige erneuert. Neben neuer Stellwerkstechnik wird auf der Strecke zwischen Frankfurt/Main und Mannheim künftig auch das neue europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS zum Einsatz kommen. Die Inbetriebnahme erfolgt in Stufen. Dabei geht ETCS zunächst auf dem Streckenabschnitt von Mannheim-Waldhof nach Biblis in Betrieb. Alle weiteren Abschnitte folgen im zweiten Quartal 2025.

Zum Abschluss der Bauarbeiten zieht die DB auch eine positive Bilanz zum Verkehrskonzept. Rund zwei Drittel der Fernverkehre sowie die Güterzüge verkehrten in den vergangenen fünf Monaten auf Umleitungsstrecken und waren überdurchschnittlich pünktlich unterwegs. Seit Beginn der Riedbahn-Generalsanierung hat allein DB Cargo 8.000 Züge über die Umleitungsstrecken gefahren. Außerdem übernahm DB Cargo einen Teil der Materialversorgung für die Baustelle und lieferte mehr als 43.000 Tonnen Schotter an.

Gruppenfoto in Gernsheim zur Riedbahn-Wiederinbetriebnahme. Foto: DB AG / Oliver Lang