RTB CARGO in Belgien mit neuer Führungsmannschaft

Mit Wirkung vom 18.02.2020 haben Raymond Rosewick und Dave Konijnenburg die Geschäftsführung der RTB CARGO BELGIUM N.V. übernommen. Beide sind langjährige Operations Manager bei RTB CARGO und führen diese Tätigkeit parallel zur Geschäftsführung weiter fort. 

Jeen Brouwer bleibt Geschäftsführer der RTB CARGO NETHERLANDS und wechselt von der Geschäftsführung der RTB CARGO BELGIUM in die Position des Präsidenten, die bislang Ralph Schmitz inne hatte. Wolfgang Pötter bleibt Geschäftsführer in den anderen Ländergesellschaften der RTB CARGO.

Technische Inbetriebnahme Ceneri-Basistunnel

Die SBB nimmt voraussichtlich in der Nacht vom 29. Februar auf den 1. März 2020 die Stellwerke des Ceneri-Basistunnels mit der modernen Führerstandsignalisierung ETCS Level 2 in Betrieb. Danach kann der Testbetrieb im neuen Tunnel starten.

Die Inbetriebnahme erfolgt auf der Grundlage der vom Bundesamt für Verkehr (BAV) erteilten kommerziellen Betriebsbewilligung für die Strecke Taverne-Vezia-Lugano und der Freigabeverfügung für den Testbetrieb im Ceneri-Basistunnel (CBT). Die SBB hat die wichtigsten Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen und führt bis Samstag noch letzte interne Prüfungen durch. Nach heutigem Planungsstand kann die Inbetriebnahme in der Nacht auf Sonntag vollzogen werden. Rund 140 Mitarbeitende sind dafür im Einsatz.

Konkret nimmt die SBB dabei die Stellwerke CBT (an den beiden Standorten Vigana im Norden und Vezia im Süden) in Betrieb. Gleichzeitig erfolgt die Umstellung der Strecke Taverne – Vezia – Lugano von optischer Signalisierung auf Führerstandsignalisierung (ETCS Level 2). Auch im elektronischen Stellwerk Giubiasco und auf der Strecke zwischen Giubiasco und Cadenazzo führt die SBB verschiedene Anpassungen durch. All diese Arbeiten ETCS Level 2 sind notwendig, damit die Alptransit AG als Bauherrin ab 1. März wie geplant den Testbetrieb im CBT starten kann.

ETCS Level 2 bildet die technische Voraussetzung, dass ab Dezember 2020 Züge durch den Ceneri-Basistunnel verkehren können. Vier Güter- und sechs Personenzüge werden künftig pro Stunde und Richtung durch den Tunnel fahren. Bei ETCS Level 2 werden die relevanten Informationen für den Lokführer per Datenfunk direkt in den Führerstand gesendet und dort auf dem Bildschirm angezeigt. Die Fahrt und die Reaktionen des Lokführers werden dabei permanent überwacht.

Einschränkungen in der Umstellungsnacht

Die Umstellungsarbeiten am Wochenende erfolgen etappenweise und haben Auswirkungen auf den Bahnverkehr auf der Nord-Süd-Achse und im Tessiner Regionalverkehr. Der Güterverkehr auf der Gotthardachse wird eingestellt oder über die Lötschbergachse umgeleitet.

In der Nacht von Samstag 29. Februar 2020 auf Sonntag 1. März 2020 fallen im Fern- und Regionalverkehr zwischen 22.30 und 08.30 Uhr sämtliche Verbindungen in beide Richtungen zwischen Bellinzona und Lugano bzw. nach Cadenazzo ganz oder teilweise aus. Während dieser Zeit stehen Busse im Einsatz. Es ist mit Reisezeitverlängerungen von bis zu 30 Minuten zu rechnen.

Ungarn: Regierung will Teile von Rail Cargo Hungaria zurückkaufen

Der ungarische Staat will sich wieder an Rail Cargo Hungaria beteiligen. Die ungarische Regierung und die österreichische Rail Cargo Group haben sich auf einen Teilrückkauf von Rail Cargo Hungaria einigen können, verlautbarten die ungarische Zeitung Magyar Nemzet und österreichische Medien übereinstimmend am Dienstag (25.02.2020).

Die Verhandlungen zwischen der ungarischen Regierung und der staatlichen österreichischen Eisenbahnfrachtgesellschaft Rail Cargo Group (RCG) über den Erwerb einer Beteiligung an der ungarischen Tochtergesellschaft Rail Cargo Hungaria (RCH) laufen, sagte Imre Kovács, seit 2019 Mitglied des Vorstandes der Rail Cargo Austria AG und davor Vorstandsvorsitzender von Rail Cargo Hungaria. Die erhoffte Vereinbarung kann auf einem gemeinsamen Interesse beruhen: dem langjährigen Wunsch der ungarischen Regierung, strategische Unternehmen, die vor 2010 privatisiert wurden, wieder in Besitz zu nehmen. Und für RCH ist es wichtig, für Aufgaben des öffentlichen Dienstes die Unterstützung der Regierung hinter sich zu haben.

Bereits nach der Privatisierung der MÁV Cargo im Jahr 2008 begannen die Verhandlungen mit dem österreichischen Eigentümer über die Wiederbeteiligung des ungarischen Staates. Es gab eine Zeit, in der die Parteien einer Einigung sehr nahe kamen. Es gab Verhandlungen mit kürzeren oder längeren Unterbrechungen, die bis heute andauern.

Laut Imre Kovács wird sich die Regierung, wenn sie sich für den Erwerb einer Beteiligung entscheidet, einem Unternehmen anschließen, das der zweitgrößten Güterbahngruppe in Europa gehört und ein wichtiger Akteur im ungarischen Eisenbahn-Export ist. Mit 80% ihres Umsatzes in Verbindung mit dem internationalen kombinierten Verkehr ist sie der unverzichtbare Betreiber des Ostgüterverkehrs, und der Einzelwagenbetrieb ist die einzige Garantie dafür, dass ungarische Unternehmen ihre Produkte wirtschaftlich und ökologisch auf ihren westeuropäischen Märkten vermarkten können.

Heute verfügt RCH über 45 moderne Lokomotiven und geschultes Personal, und im Laufe der Jahre wurde der veraltete Wagenpark erneuert. Die österreichische Bahn ist zu einem internationalen Akteur mit einer starken Präsenz auf dem ungarischen Unternehmen und Markt geworden, der ein unumgängliches Netzwerk für den Güterverkehr zwischen Deutschland und der Türkei betreibt, sagte Imre Kovács.

Die zunehmende Bedeutung der RCG spiegelt sich im Interesse der großen internationalen Reedereien als Investoren wider. Ocean Rail Logistics S.A., ein Mitglied der COSCO Shipping Group, einer der größten Offshore-Frachtführer der Welt, erwarb eine 15-prozentige Beteiligung am Logistikzentrum des Unternehmens, dem Rail Cargo Terminal - BILK Zrt.

Rail Cargo Austria AG (RCA) hat 2007 die 2006 aus den Ungarischen Staatsbahnen ausgegliederte MÁV Cargo Zrt. zu 99,99% erworben.

BLS Rail hat Rc-Lokomotiven gekauft

Die schwedische Lokomotivvermietungsfirma BLS Rail AB hat eine grosse Anzahl von Rc-Lokomotiven von der Vermietungsfirma Beacon Rail gekauft. Es handelt sich dabei um elf der zwölf Rc3, die zuvor von Rush Rail eingesetzt wurden: 1027, 1047, 1049, 1051, 1053, 1055-1058, 1065 und 1067.

Wie das gewöhnlicherweise im gut informierte Lokführerforum Lokforaren berichtet, ist der Preis unbekannt, aber als Hector Rail die Rc3 von SJ kaufte, zahlte man 4,7 Mio. SEK (95.000 EUR) pro Lokomotive. 

Rc3 1050 ist nicht Teil der Vereinbarung. Die Lokomotive wurde bei einem Zusammenstoß vor einigen Jahren außerhalb von Molkom so stark beschädigt, dass sie als Schrott betrachtet wird.

Es ist zu erwarten, dass es in Zukunft in mehreren Teilen Schwedens zu einem Lokomotivmangel kommen wird, zum einen, weil neue Akteure in den Markt eintreten wollen, zum anderen aber auch, weil ein grosser Teil der heutigen Fahrzeugflotte für den ETCS-Umbau in eine Werkstatt gebracht werden muss.

Die Pläne von BLS Rail für die elf Lokomotiven sind aber nicht nur Vermietungen. Es ist auch denkbar, dass die Lokomotive in Zügen eingesetzt wird, die von BLS Rail selbst betrieben werden sollen, vermutet Lokforaren.

BLS Cargo ist AEO-zertifiziert

BLS Cargo ist seit Anfang Februar 2020 „Authorised Economic Operator“ (AEO). Als AEO wird zertifiziert, wer bezüglich Sicherheit in der internationalen Lieferkette als zuverlässig gilt. Das Zertifikat ist in der EU anerkannt und wird vor allem in der Zollabwicklung Vorteile bringen. Wer AEO zertifiziert ist, kommt in den Genuss von erleichterten sicherheitsrelevanten Kontrollen.

Sgmns für Kombiverkehr

Die Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr GmbH & Co. KG hat 100 neue 52-Fuß-Containertragwagen (Sgmns) der Greenbrier-Europe-Sparte AstraRail in Arad in die Waggonflotte übernommen, die nun 362 eigene Wagen umfasst.

Bereits vor drei Jahren hat die Kombiverkehr KG die Entscheidung getroffen, mit Hilfe eines neu entwickelten und modernen Containertragwagens SGMNS in das Marktsegment der Tankcontainer mit einem Gesamtgewicht von bis zu 60 Tonnen bei 52-Fuß-Länge einzusteigen. Ein kurzer, gewichtsoptimierter Containertragwagen ergänzt nun die bestehende Wagenflotte des Unternehmens. Die letzten 20 von insgesamt 100 beschafften Wagen wurden erst kürzlich im Januar in die Flotte integriert.

151 018 bei Pottenbrunn (3.11.19)
Bereits am 03.11.2019 konnte Lokomotion 151 018 mit einem Überführungszug gesichtet werden.

LCR fährt Autos

Low Cost Rail (LCR) hat am 25.02.2020 einen ersten Ganzzug mit Automobilen von Pamplona nach Barcelona-Can Tunis befördert. Die neuen, regelmäßigen Züge ergänzen die Leistungen der Renfe und ersetzen die sporadischen Züge der Transfesa.

VTG steigt bei Carbo Rail ein

Die VTG Rail Logistics GmbH übernimmt die Mehrheit an dem slowakischen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) Carbo Rail s.r.o. (CRR) und verantwortet künftig die strategische Entwicklung sowie die operative Steuerung des Betriebs. „Der Einstieg bei Carbo Rail ist die ideale Ergänzung der Korridor-Strategie unseres Retrack-Netzwerks“, so Günther J. Ferk, Head of VTG Rail Logistics Europe. Mit der Übernahme stärkt die VTG ihre Präsenz in Zentral- und Osteuropa: Carbo Rail verfügt über Betriebslizenzen für die Slowakei, die Tschechische Republik und Ungarn.

Die zukünftigen Gesellschafteranteile wollte VTG nicht nennen. Dem Vernehmen nach sollen diese zukünftig zu 60 % bei VTG und zu 40 % bei der Rail Services Slovakia des CRR-Gründers Josef Gálik liegen. Somit würde die seit 2017 beteiligte ČD Cargo aus dem Gesellschafterkreis ausscheiden.

25 Lokomotiven hat die Carbo Rail aktuell im Einsatz, um Transportleistungen für ihre Kunden zu erbringen – und künftig auch für die Kunden der VTG. Darüber hinaus verfügt Carbo Rail über qualifiziertes Fachpersonal: „Wir freuen uns sehr, künftig eng mit den rund 150 Lokführern, Disponenten und dem Management von Carbo Rail zusammenzuarbeiten“, so Günther J. Ferk.

Das Signing ist bereits erfolgt, die Übernahme ist vorbehaltlich der Entscheidung der zuständigen Kartellbehörden.

Gerüchten nach hatte VTG auch Gespräche mit der ungarischen CER Cargo Group geführt, die in den Ländern HU, SK, CZ, RO und SI aktiv ist. Heißer Kandidat für einen Einstieg dort ist nun Captrain.

Foto: VTG

Die Gründung der CRR erfolgte bereits am 07.10.2010 als Rail Sped, s.r.o. durch den damaligen Alleingesellschafter und Geschäftsführer Jozef Gálik. Dieser war zuvor als geschäftsführender Gesellschafter bei der Privatbahn SLOVRAIL, s.r.o. ausgeschieden, agierte von Februar 2011 bis Januar 2017 als Vorstand der Bahnspedition ŠPED-TRANS Levice, a.s. und aktivierte nachfolgend seine per 01.12.2016 in Carbo Rail, s.r.o. umfirmierte Gesellschaft. Eine tschechische Tochtergesellschaft besteht seit 28.06.2017 mit der Carbo Rail CZ, s.r.o.

2017 wurden die Anteilseigner verändert und Kunden sowie Kooperationspartner eingebunden: Neuer Mehrheitsgesellschafter war vom 07.02.2017 bis 22.07.-2019 die tschechische Bahnspedition CARBOSPED, spol. s r.o. mit Sitz in Prag. Sie zählt zur 1998 gegründeten Carbounion-Gruppe, einem unabhängigen Anbieter von Strom, Erdgas und Kohle in der Tschechischen Republik. Das Güteraufkommen von 5 Mio. t Güter pro Jahr (Stand 2014) wird dabei größtenteils mit ČD Cargo bewegt. Die staatliche tschechische Güterbahn ist seit 25.10.2017 ebenfalls an Carbo Rail beteiligt.

In den ersten Monaten des Jahres 2017 übernahm CRR v.a. die betriebliche Abwicklung des slowakischen Streckenabschnittes von Zügen der CARBORAIL zwischen Tschechien und Ungarn. Die durchgehend mit Loks der ČD Cargo traktionierten Leistungen verkehrten in der Slowakei zuvor auf Lizenz der Privatbahn Prvá slovenská železničná spoločnosť, a.s. (PSž). Nachfolgend wurden die Leistungen ausgebaut – bei der Durchführung greift man oftmals auf Ressourcen der ČD Cargo zurück.

Wirtschaftsdaten des Unternehmens in den vergangenen Jahren:

  • 2017: Umsatz 3,8 Mio. EUR; 0,04 Mio. EUR Verlust
  • 2018: Umsatz 10,5 Mio. EUR; 0,61 Mio. EUR Verlust