Die aktive Getreidedreschsaison hat letzte Woche im Vergleich zum Vorjahr leicht verzögert begonnen. Aufgrund der Witterungsbedingungen, die die Reifung des Getreides ermöglichten, prognostizieren die Unternehmen des Getreidesektors jedoch neue Getreideernte-Rekorde. Die lettische Güterbahn "LDz CARGO", die eine langfristige Zusammenarbeit mit Getreideanbaugenossenschaften aufgebaut hat, bereitet sich in der neuen Getreideernte-Saison auf ein noch höheres Transportvolumen vor als im Jahr 2019. Die verkehrsreichste Zeit für die Ernte und den Transport von Getreide hat etwas später als im letzten Jahr begonnen, so dass die maximale Menge an Getreidefracht, die auf der Schiene transportiert werden kann, für August und September prognostiziert wird, wobei der Transport im Oktober fortgesetzt wird. Nach aktuellen Prognosen könnten in diesem Jahr auf der Schiene bis zu 5-10% mehr transportiert werden als in der Saison 2019, als von Juli bis Oktober 569.173 t Waren von einheimischen Getreidebauern transportiert wurden, die zusammen mit der importierten Getreideladung 1,7 Mio. t oder 9,4% mehr als im Vorjahr erreichten. Māris Kleinbergs, Vorstandsvorsitzender von LDz: "In den sieben Monaten dieses Jahres haben wir einen Rückgang des Frachtvolumens im Transitverkehr erlebt, der durch Veränderungen auf den globalen Märkten beeinflusst wurde. Gleichzeitig ist diese Situation ein Anreiz, den Inlandsverkehr weiter zu entwickeln und damit sowohl den Güterumschlag zu fördern als auch einen der wichtigsten landwirtschaftlichen Sektoren in Lettland - den Getreideanbau - zu unterstützen. Getreide ist ein Frachtsegment, in dem eine pünktliche Lieferung wichtig ist, und die langfristige Zusammenarbeit mit Getreidefirmen und Genossenschaften bei der Bereitstellung von Frachttransporten ist ein Beweis dafür, dass die Schiene der kostengünstigste Weg ist, um sicherzustellen, dass Getreide so schnell wie möglich seinen Bestimmungsort erreicht. " Die langfristige Zusammenarbeit von SIA "LDz CARGO" und SIA "LDz Loģistika" mit den Unternehmen der Getreideanbauindustrie ermöglicht es, geeignete Logistiklösungen anzubieten, damit das Getreide so schnell wie möglich an den Bestimmungsort geliefert wird, wobei die konstante Qualität der Produkte erhalten bleibt. Einer der wichtigsten Vorteile des Schienentransports von Getreide sind die operativen Lieferzeiten - im Durchschnitt 48 bis 72 Stunden, aber im Falle einer Vollzugbildung kann die Lieferzeit noch schneller sein - bis zu 12 Stunden. Deshalb rufen die für Transport- und Logistikdienstleistungen verantwortlichen Unternehmen des Konzerns "Latvijas dzelzceļš" in diesem Jahr dazu auf, keine Waggons für die Getreidelagerung zu verwenden, so dass während des aktiven Getreidetransports alle der LDz CARGO zur Verfügung stehenden Waggons genutzt werden können, wodurch ein kontinuierlicher Transport gewährleistet und die Getreidelieferung zum Bestimmungsort garantiert wird.
EVM Rail: Erster Zug
Firts train of EVMrail with its own Vectron 191 021, painted with the livery of the new railway company, after leaving Portogruaro, runs through fields and wineyards. The train originates in Villa Opicina (coming from Slovenia) and brings cereal hopper waggons to Alessandria.
DB Cargo neu im Ost-West-Getreide
Als einmalige Hilfestellung bespannte DB Cargo Ende Juli 2020 einen aus Miskolc-Gömöri kommenden Getreidezug nach Zeitz ab Štúrovo. Die Ost-West-Relation wird sonst eher durch bsp. die Rail Cargo Group und die LTE Group erbracht.
Getreide von Morrot nach Zuera
850 t Sojabohnenmehl für die Tierfutterproduktion wurden am 15.06.2020 in einem Testzug für das Agrarunternehmen befördert. Die Traktion der 17 Waggons vom Hafen Barcelona Morrot nach Zuera übernahm die Go Transport Servicios 2018 SA, die seit Mai 2019 regulär von Tarragona nach Zuera fahren.
Getreidezug „RWA 50“ geht auf die Reise
Am 9. Juni 2020 wurde aus den Silos der Lagerhäuser Ernstbrunn, Wetzleinsdorf und Rückersdorf ein Zug mit Weizen für Italien verladen. Seit dem Start des neuen Bahnlogistikkonzeptes im Jänner 2018 ist dies bereits der 50. Zug.
Die Getreidezüge laufen im Auftrag der Raiffeisen Ware Austria (RWA) regelmäßig. Qualitätsweizen aus dem Weinviertel rollt ab den Zugbildebahnhöfen Korneuburg, Mistelbach, Zellerndorf und Süssenbrunn in Ganzzügen nach Italien.
Folgende Partner arbeiten in dieser Transportkette partnerschaftlich zusammen, damit die Züge pünktlich unterwegs sind: VTG Rail Logistics Austria sorgt für ausreichend Waggons, Wiener Lokalbahnen Cargo fährt die Ganzzüge in Österreich und übergibt sie an InRail S.p.A. für die Traktion in Italien.
Ergänzend dazu organisiert regiobahn/Grampetcargo die „erste/letzte Meile“. Damit ist Beistellung und Abholung der Waggons bei den Silos der Lagerhäuser im Weinviertel gemeint. Insgesamt konnten mit den 50 Zügen bisher 1.000 Waggons mit 57.000 Tonnen Weizen aus dem Weinviertel auf der umweltfreundlichen Schiene nach Italien transportiert werden.
LTE wieder für Glencore
Die LTE Group fährt seit Januar 2020 wieder regelmäßig für den Händler Glencore. 2 x pro Monat wird Getreide aus Tschechien nach Rotterdam Europoort (EBS) gebracht und in Gegenrichtung Soja in den Hafen von Lovosice transportiert, dass bei ADM geladen wird.